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Biosphärenhotels kommen

Umweltministerin Tanja Gönner gab in Stuttgart grünes Licht zur Einführung eines Umweltmanagements unter der Federführung der Stadt Münsingen im Bereich um das Biosphärenreservat Schwäbische Alb. Zehn Hotels und Gaststätten streben gemeinsam die Zertifizierung im europäischen "EMAS-Verfahren" (Eco-Management and Audit Scheme) an. Im Vordergrund stehen dabei die Einsparung und Schonung von natürlichen Umweltressourcen wie Wasser und Energie. Das Gebiet auf der Schwäbischen Alb wurde im Januar 2008 als Biosphärengebiet des Landes Baden-Württemberg eingerichtet und ist seit Mai 2009 als Biosphärenreservat der UNESCO anerkannt. "Im Rahmen eines touristischen Konzepts des Biosphärengebiets soll ein Netzwerk von Partnerbetrieben und Verbänden aufgebaut werde. Im Zuge dessen soll unter anderem der Markenbegriff des "Biosphärenhotels" geschaffen werden, der eine EMAS-Validierung des jeweiligen Betriebes beinhaltet", erklärte die Umweltministerin. Aufgrund der Einbettung von EMAS in das touristische Konzept des Biosphärenreservats habe dieser Konvoi Pilotcharakter für weitere touristische Einrichtungen und andere Betriebe im Bereich des Biosphärengebiets "Schwäbische Alb" oder an anderen Stellen in Baden-Württemberg mit einem ähnlichen überregionalen Bekanntheitsgrad.

Mit solchen Konvois, in denen sich mehrere Einrichtungen zusammenschließen, habe das Umweltministerium in der Vergangenheit überaus gute Erfahrungen gemacht, so Umweltministerin Gönner. "Die Zusammenarbeit erleichtert es den Einrichtungen, die anspruchsvollen Anforderungen der europäischen Vorgaben an ein leistungsfähiges betriebliches Umweltmanagement zu erfüllen. Es geht darum, gemeinsam und systematisch die Umweltfaktoren zu erfassen und darauf aufbauend eine Konzeption zum Schutz der Umwelt zu entwickeln."

Das Projekt wird vom Umweltministerium mit insgesamt maximal 40.000 Euro gefördert. Umweltministerin Gönner lobte das Umweltengagement der Stadt Münsingen mit dieser neuen Idee, die Hotels und Gasstätten auf Umweltkurs zu bringen. "Das ist gut angelegtes Geld, weil damit die Umweltbelastungen verringert werden und sich gleichzeitig Vorteile für den Klimaschutz ergeben." Durch das Umweltmanagement ergibt sich ein geringerer Verbrauch beispielsweise bei Energie und Wasser, es beugt dem Entstehen von Abfällen vor und analysiert, wo sich Verbesserungen erzielen lassen. So können die laufenden Kosten der Hotels und Gaststätten gesenkt werden, betonte Gönner. "Jede eingesparte Kilowattstunde Energie hilft, Kohlendioxid einzusparen und damit das Klima zu schützen", so die Ministerin weiter. An dem Projekt beteiligen sich Einrichtungen und andere Betriebe im Bereich des Biosphärengebiets "Schwäbische Alb":

- Hotel Gasthof Hermann, 72525 Münsingen - Hotel Gasthof Krone, 89584 Ehingen-Dächingen - Brauerei Gasthof Lamm GmbH, 72531 Hohenstein-Ödenwaldstetten - Berlin’s Krone Lamm, 75385 Zavelstein - Hotel Post, 89150 Ziegelhütte-Laichingen - Hotel Gasthof Rössle, 72589 Westerheim - Schmid’s Hotel- und Erlebnisgastronomie AG, 72574 Bad Urach - Landhotel Talblick, 75389 Neuweiler-Oberkollwangen - Tress Gastronomie, Naturerlebnis Wimsener Höhle, 72534 Hayingen-Wimsen - Landhotel Wittstaig, 72525 Münsingen-Gundelfingen

Information:

Die Stadt Münsingen hatte die Einführung von EMAS in zehn Betrieben der Hotellerie und Gastronomie im Bereich des Biosphärengebiets "Schwäbische Alb" im Raum Münsingen/Bad Urach durch Gewährung eines Förderzuschusses beantragt. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist ein 85.270 Hektar großes Biosphärenreservat, das weite Teile der Mittleren Schwäbischen Alb und ihres Vorlandes umfasst. Es wurde im Januar 2008 als Biosphärengebiet des Landes Baden-Württemberg eingerichtet und ist seit Mai 2009 als Biosphärenreservat der UNESCO anerkannt.